Wege aus der Trauer

Das Sterben eines Tieres, was zu einem Familienmitglied geworden ist, ist meist nicht nur für die trauernden Besitzer schwer, sondern auch für die zurückbleibenden Tiere. Gerade bei Kaninchenpaaren sollte man sich daher sehr zügig überlegen, ein neues, charakterlich passendes Partnertier dazuzuholen oder, sofern man mehrere Paare hält, vielleicht eine Gruppe zu bilden, sofern der nötige Platz vorhanden ist.

Es sollte keinesfalls so sein, dass man ein älteres, zurückbleibendes Kaninchen bis zu seinem Tode alleine hält. Bei Kaninchen Linus war es so, dass er mit 8 Jahren in der Kleintierhilfe München abgegeben wurde. Für ihn interessierte sich damals niemand, da er ja "eh bald sterben würde". Linus zog ins bunny-in und lebte hier noch drei Jahre! Diese drei Jahre genoss er mit seinen Freundinnen.
Wenn man vorhat die Kaninchenhaltung aufzugeben und daher kein neues Tier mehr dazusetzen möchte, sollte dann lieber ein schönes, neues Langohrtraumzuhause für den Schatz gesucht werden. Aber es alleine für den Rest seines Lebens halten, ist bei Kaninchen alles andere als tiergerecht.

Bis ein neues Kaninchen Einzug hält, kann man sich selbst und das Kaninchen mit der Bachblüte Honeysuckle stabilisieren. Honeysuckle spendet Trost und hilft bei der Verarbeitung. Es reicht bei Kaninchen aus täglich 2-3 Tropfen / Globuli ins Trinkwasser zu geben.

Trauer braucht seine Zeit und jedes Lebewesen trauert unterschiedlich lang und auf seine Weise. Wichtig ist der respektvolle Umgang mit dem Trauernden und entsprechendes Verständnis zu zeigen. Oftmals muss man nicht viel sagen. Es reicht wenn man zuhört oder eine Umarmung schenkt. Wer sich in kürzester Zeit von mehreren Tieren verabschieden musste, überlegt oft seine Haltung aufzugeben. Denn so viel Leid ist nur schwer zu ertragen. Meist fragt man sich auch, was man vielleicht falsch gemacht haben könnte, weil einem so viel Schreckliches widerfährt.