Ölsaaten

Hinter dem Begriff Ölsaat verbergen sich Pflanzensamen, die man zur Gewinnung von Pflanzenöl nutzen kann. Unter den Kaninchenhaltern wird hier auch gerne der Begriff Sämerei verwendet.

Wurden viele dieser Samen in den vergangenen Jahren als ungesunde Dickmacher in der Kaninchenernährung verschrien, sind sie langsam wieder auf dem Vormarsch. Denn viele dieser Samen gehören zur natürlichen Ernährung von Wildkaninchen. Sicherlich stellt sich die Frage, wieviel Samen tatsächlich ein Wildkaninchen zu sich nimmt, wenn es ein reichliches Angebot an frischem Grün vor der Nase hat. Sicher ist, dass Wildkaninchen in der Regel niemanden haben, der leer gefressene Samen neu auffüllt. Somit besteht eine ungesunde Aufnahme größerer Mengen über einen längeren Zeitraum eher weniger, wie sie bei unseren Hauskaninchen vorkommen kann.

Ölsaaten besitzen einen sehr hohen Fettgehalt (je nach Art und Sorte in etwa bei 30–45 %). Sie sind "Dickmacher" und sollten Hauskaninchen eher selten (nicht täglich) und in geringem Maße angeboten werden.

Geeignet sind folgende Saaten:

Sonnenblumenkerne (Foto):
Sie besitzen Herz- und Kreislaufsystem stärkende Eigenschaften. 

Kürbiskerne:
Sie besitzen entzündungshemmende und wassertreibende Eigenschaften.

Leinsamen (Foto):
Sie besitzen eine natürliche abführende Wirkung und können Weichkot verursachen. Sie sollten daher eher nur in geringen Mengen angeboten werden.  

Sesam:
Es zählt mit zu den gesündesten Ölsaaten mit einer nachgesagten kraftspendenden Wirkung.

Außerdem geeignet sind Quinoa und Amarant und Hirse.

Beim Einkauf sollten nur solche Produkte erworben werden, die ohne Zusätze sind!