Freilandhaltung

Fast unbegrenzten Platz bietet in Außenhaltung lebenden Kaninchen die sogenannte Freilandhaltung. In dieser Haltungsform werden die Tiere tagsüber im gesamten Garten gehalten und in der Regel nachts in einen vor Fressfeinden sicheren Unterschlupf eingesperrt.

Die Umzäunung des Gartens muss natürlich ausreichend hoch und engmaschig genug sein, so dass die Kaninchen das Grundstück nicht verlassen können. Nachdem Kaninchen hervorragend Graben können, sollte es ein entsprechendes Zaunfundament geben und ggf. zusätzlich Draht vergraben sein.

Doch so naturnah dieses Kaninchenleben ist, man muss sich über mögliche Gefahren im Klaren sein.

Da wären zum einen im Garten wachsende und für die Kaninchen giftige Pflanzen. Die Dosis macht das Gift - sicherlich kommt es auf die aufgenommene Menge an, ob das Tier Schaden nimmt. Doch wer möchte es schon darauf ankommen lassen? Und selbst wenn die Kaninchen genug ungiftiges Grün zum Fressen haben, das ist keine Garantie dafür, dass sie nicht doch von Thuja, Efeu, Maiglöckchen & co. kosten. Siehe dazu auch die Downloads/Erfahrungsberichte unter Gartenauslauf. Giftpflanzen sollten daher möglichst entfernt werden und der Garten in regelmäßigen Abständen auf ein mögliches Wachstum kontrolliert werden. Ansonsten sollte man den von den Kaninchen zu behoppelnden Bereich eingrenzen.

Eine weitere Gefahr sind Fressfeinde, für die der Gartenzaun eher weniger ein Hindernis darstellt. Fuchs, Marder und Greifvogel können ebenso wie Hund und Katz den Kaninchen einen gefährlichen Besuch abstatten und das auch am helllichten Tag. Kaninchen sind Fluchttiere. Sie sind auf Feindvermeidung geprägt. Zur Auseinandersetzung mit artfremden Tieren sind sie nicht geschaffen. Dazu fehlt ihnen die entsprechende "Ausstattung", auch wenn sie scharfe Zähne, spitze Krallen und muskulöse Hinterläufe haben. 

Wer mit gewissen Risiken leben kann, kann die Haltung durchaus umsetzen.