Kaninchenumzug

von Alenka Hornung

Für viele Kaninchen heißt es einmal oder gar mehrfach in ihrem Leben: Wir müssen umziehen! Ein Umzug ist sowohl für Zweibeiner als auch für Vierbeiner Stress und bedeutet jede Menge Arbeit. Gerade aus diesem Grund ist eine genaue Planung das A und O. 

Bereits bei der Wohnungssuche sollten nicht nur unsere Vorstellungen berücksichtigt werden, sondern auch die der Kaninchen, denn auch sie sollten sich im neuen Heim wohlfühlen. Vorher sollte man sich einige Fragen stellen: Ist der Vermieter, egal ob Innen- oder Außenhaltung überhaupt mit der Haltung von Kaninchen einverstanden? Wie sollen die Tiere untergebracht werden? Soll vielleicht ein Wechsel von Innen- auf Außenhaltung oder umgekehrt erfolgen? Wo findet das Gehege seinen Platz? Ist dieser Platz überhaupt geeignet? Besteht die Möglichkeit ein Außengehege zu bauen und erlaubt das neben dem Vermieter auch die Baubehörde? 

Kaninchen gehören zu den Kleintieren und ihre Haltung in Mietswohnung oder Mietshaus kann laut BGH /Bundesgerichtshof VIII ZR 10/92 nicht generell verboten werden. Allerdings empfiehlt es sich, auf entsprechende Klauseln im Vertrag zu achten, und sich vor der Tieranschaffung die schriftliche Zustimmung vom Vermieter einzuholen.

Ist endlich ein neues Zuhause gefunden, kann auch die Planung für das zukünftige Kaninchenzuhause beginnen. Kaninchen, die bislang in einem Außengehege lebten und wieder Draußen leben sollen, müssen vermutlich für einige Zeit umgesiedelt werden, bis das Außengehege abgetragen und umgezogen oder aber ein neu errichtetes Außengehege beziehbar ist. Außenhaltungskaninchen bekommen von den Umzugsvorbereitungen eher weniger mit, da man sie von gepackten Kartons, demontierten Möbeln usw. gut fernhalten kann. 

Kaninchen aus Innenhaltung erleben einen Umzug schon anders. Manche Kaninchen finden es spannend, wenn plötzlich Kartons herumstehen und möchten alles erkunden, was vor sich geht. Da wird schon mal der Karton benagt oder aber ein Sprung hinein gewagt. Für sehr sensible und besonders stressanfällige Tiere ist die Aufregung weniger angenehm. Manche klopfen, verziehen sich in ihren Unterschlupf und fressen vielleicht weniger. Hier können Bachblütengaben unterstützen.   

In der Wohnung vorhandene Sicherungen (wie Kabelschächte, Steckdosensicherungen etc.) sollten erst entfernt werden, wenn die Tiere keinen Auslauf mehr erhalten. Eventuell hält man die Tiere bis zum Umzugstag sicherheitshalber nur in einem Gehege oder in einem bereits ausgeräumten Zimmer. 

Wenn sich die Möglichkeit bietet, die Tiere bereits einige Tage vorher im neuen Zuhause oder während des Umzugs bei einem Kaninchensitter unterzubringen, ist das sicher eine gute Lösung. Auf jeden Fall sollten die Tiere erst in ihr neues Zuhause ziehen, wenn für sie ein ruhiger Platz eingerichtet ist und alle lauten Arbeiten (z.B. Bohren) erledigt sind.

Kaninchen brauchen Zeit sich einzugewöhnen. Manche Tiere fühlen sich sofort wohl, andere – besonders ältere Tiere – brauchen mitunter etwas länger. Doch bei einer sorgfältigen Umzugsplanung wird sich jedes Kaninchen sicher recht schnell wieder heimisch fühlen. 

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