Kaninchenträchtigkeit

Ob eine Häsin trächtig ist, ist für Laien kaum zu erkennen. Manche Kaninchendamen sind während der Trächtigkeit aggressiver, andere hingegen ruhiger. Aber bei vielen Häsinnen zeigen sich keinerlei Veränderungen.

Die Tragezeit beträgt 28 bis 33 Tage und oft fängt eine trächtige Häsin erst in den letzten Tagen vor der Geburt damit an, ein Nest zu bauen.

Eine große Wurfkiste eignet sich am Besten zum Nestbau. Diese Kiste sollte ein abnehmbares Dach haben, damit der Halter problemlos den Nachwuchs regelmäßig kontrollieren kann. Zur Polsterung des Nestes rupfen sich Kaninchenweibchen das Fell aus und tragen Stroh, Heu usw. zusammen. Daher sollte man der künftigen Mutter vermehrt Nistmaterial zur Verfügung stellen - manche Häsinnen hält es auch davon ab, sich große Teile ihres Fells auzurupfen.

Während der Trächtigkeit sind Unruhe und Stress zu vermeiden, da dies eine Fehl- bzw. Frühgeburt fördert. Die Ernährung ist nun ganz besonders wichtig: Eine abwechslungsreiche Auswahl an Grünfutter muss vorhanden sein. Auch über einen größeren Kräuteranteil freut sich die werdende Mutter. Aber Vorsicht: Während Dill z.B. die Milchbildung anregt, kann Petersilie bzw. Hirtentäschelkraut Wehen auslösen!
 

Achtung, bei Kaninchen kann Doppelträchtigkeit vorkommen! Es kann durchaus passieren, dass sich eine trächtige Häsin erneut decken lässt und es kann bei diesem zweiten Deckakt vorkommen, dass eine erneute Befruchtung eintritt.