bunny-in Tipp
Myxomatose
Die Myxomatose (auch Kaninchenpest genannt) ist eine Viruserkrankung und in Deutschland weit verbreitet. Sie befällt häufig Wild- und Hauskaninchen, eher selten Feldhasen.
Sie wird in erster Linie über Stechmücken verbreitet, die dem Virus als Beförderungsmittel quasi dienen. Auch Kaninchen in Innenhaltung sind in einer potentiellen Gefahr, denn auch in der Großstadt gibt es Mücken. Beispiel München: Dort werden sehr oft an Myxomatose erkrankte Wildkaninchen entdeckt. Weiterhin kann der Virus direkt, das heißt von Tier zu Tier, übertragen werden und auch über Gegenstände (kontaminiertes Futter (z.B. frisches Grün aus der Natur) oder über Schuhe) eingeschleppt werden.
Eine Therapie eines Myxomatosepatienten ist sehr kritisch - es gab Tiere, die eine Erkrankung überlebt haben. Ein Großteil stirbt jedoch elendlich.
Einzigster Schutz ist eine regelmäßige Impfung. Diese beginnt mit einer Grundimmunisierung, die nach spätestens 4 Wochen aufgefrischt werden muss. Danach sollte in mindestens halbjährlichen Abständen eine Nachimpfung erfolgen. In Risikogebieten, in denen es laufend Myxomatoseausbrüche gibt, empfiehlt sich sogar eine quartalsweise Impfung.
Woran erkennt man, das Myxomatose ausgebrochen ist?
Erkrankte Tiere können Schwellungen im Kopfbereich (insbesondere Augenlider, Maul und Lippen, Ohren) und des Genitalbereiches aufweisen. Sie dehnen sich weiter aus. Schluck- und Atembeschwerden können die Folge sein. Treten die ersten Anzeichen auf, so kämpft das Tier bereits seit 3-10 Tagen mit dem Virus. Viele Tiere verenden meist 14 Tage nach der Ansteckung.
Bei der chronischen Form der Myxomatose kommt es beim Tierpatient vermehrt zu einer Pustelbildung. Das Tier kann sich erholen, trägt jedoch lebenslang den Virus in sich.
Die Myxomatose ist in Deutschland nicht meldepflichtig, d.h. im Falle einer Erkrankung muss sie dem Veterinäramt nicht gemeldet werden. Das bedeutet jedoch auch, dass die Ämter bei Myxomatoseausbrüchen keinerlei Informationen haben und somit der Tierhalter sich nicht informieren kann, ob er in einem "Risikogebiet" seine Tiere hält.
Nachstehend Fotos von Nadine, die in Australien lebt. Dort gibt es keinen Impfstoff. Ihre beiden Tiere Gary und Emmi sind an Myxomatose erkrankt:
Ein Foto aus gesunden Tagen:
Leider verschlechterte sich trotz so viel Liebe und Zuversicht der Zustand der beiden dramatisch. Es bildete sich Wasser in der Lunge und auf tierärztlichen Rat hin wurden beide gemeinsam erlöst. bunny-in und Team ist traurig, dass es kein Happy-end für Emmi, Gary und Nadine gab. Wir haben mitgehofft und mitgebetet. Macht es gut ihr zwei Hübschen. Ihr seid Unvergessen!
Einen Bericht zum Mut machen, den Kampf gegen Myxomatose aufzunehmen, haben Silke, ihr Partner und Kaninchen Strolch ins Leben gerufen:
Strolchs Kampf gegen Myxomatose
Danke, dass wir Euch verlinken dürfen!
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