Lesermeinung
Viola Schillinger, www.tierbetreuung.de.ki |
| Veröffentlicht von Benjamin Lennarz (benjamin) am 01.01.2009 |
Das "kleine Handbuch zum Langohrtraumzuhause" ist mit Abstand das beste Kaninchen-Buch, das ich bisher in die Finger bekommen habe!
Es enthällt nur sehr sehr wenige, unauffällige Fehler, die es nicht abwerten. Dazu gehören:
Die Kostenrechnung: ein gesundes (!) Kaninchenpaar kostet keine 150?/Jahr sondern ca. 50? Jahr. Ein Kaninchen, dem die Zähne gekürzt werden müssen ist nicht gesund, sondern chronisch krank.
Heucobs sind keine Alternative zu Heu! Sie dienen nicht dem Zahnabrieb und quillen im Darm auf. Usw. usf.
Aber auf diese kleinen Fehler möchte ich garnicht weiter eingehen. Denn insgesamt ist das Buch ein sehr gut gelungenes, gut recherchiertes Werk mit tollen Tipps! Es ist auflockernd geschrieben und zeigt viele Beschäftigungstipps. Ernährung und Haltungs-Texte sind sehr gut gelungen! Wünschenswert wären weitere Gehegebeispiele (Innenhaltung) und ein ausführlicher Text zum Thema "Trockenfutter" gewesen.
Der Krankheitsteil wird durch die Fotos sehr lebendig, anschaulich und interessant.
Insgesamt ein sehr gut gelungenes Buch, dass einen guten Überblick über das Kaninchen, seine Haltung, Fütterung und Gesundheit bietet und dem neuesten Stand entspricht. Ich werde es auf jeden Fall weiterempfehlen!
Liebe Frau Schillinger,
herzlichen Dank für Ihr Feedback und Ihre Anregungen. Auf zwei Ihrer Anmerkungen möchte ich an dieser Stelle gerne näher eingehen:
Tierarztkosten zu kalkulieren sind sehr schwer. Dies habe ich im Handbuch auch erwähnt. Ich habe die Tierarztkosten mithilfe vieler Kaninchenhalter analysiert. Ich habe dazu Befragungen von Tierhaltern mit gesunden Tieren (keine chronischen Erkrankungen insbesondere keine Zahnfehlstellungen sowie richtige Ernährung der Tiere) durchgeführt und auch meinen Tierarzt hierzu befragt. Kürzungen von Zahnspitzen sind keine chronische Erkrankung sondern kommen leider bei ca. 60-80 % der Kaninchen trotz gutem Heufressens und richtiger Ernährung vor - vielleicht nicht von klein an. Diese Kürzungen sind unterschiedlich teuer, je nachdem ob der Tierarzt mit Narkose arbeitet oder ohne. Auch die Impfkosten variieren stark. So gab es Tierhalter die für 2 Tiere im Jahr 70 Euro beim Tierarzt ließen (2 x Myxo, 1 x RHD), andere hatten mit knapp 35 Euro für 2 Tiere mehr Glück. 50 Euro pro Jahr an Kosten wäre klasse, gab es bei allen Befragten aber eher nicht. Wer ein chronisch krankes Tier hält, der muss meiner Ansicht nach z.T. mit noch höheren Kosten rechnen. Solche Tiere hatte ich selbst bereits und war dort z.T. mit 250 Euro pro Tier gut dabei.
Heucobs können den Zahnabrieb schon unterstützen, aber natürlich nicht so wie es das Fressens von Heu tut. Da haben Sie vollkommen Recht. Jedoch gibt es natürlich gepresste und ohne Zusätze versehene Cobs, die dann auch nicht im Darm aufquillen und mögliche Tympanien verursachen. Daher haben wir sie mit aufgeführt, jedoch wie Sie nachlesen können mit entsprechendem Hinweis auf Zusatzstoffe, die manche Hersteller zuführen.
In einer neuen Auflage werde ich gerne noch detaillierter auf diese Themen eingehen und auch auf Trockenfutter und Innengehege. Daher bin ich auch für Feedbacks wie Ihres es ist sehr sehr dankbar! Denn nur so kann das Handbuch weiter wachsen und up-to-date bleiben.
Liebe Grüße
Sonja Tschöpe
Zuletzt geändert am: 14.06.2011 um 16:32
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