Kaninchenkrankheiten A-Z

Schnupfen

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Schnupfen

Schnupfen kann einige Ursachen haben:

Im schlimmsten Fall ist es der Kaninchenschnupfen (Rhinitis contagiosa cuniculi), eine meist chronische Erkrankung die es in vielen Beständen gibt. Er wird durch verschiedene Keime (u.a. Pasteurellen) verursacht und von Tier zu Tier übertragen. Viele Züchter impfen gegen Kaninchenschnupfen, da eine Übertragung durch das Muttertier auf die Jungkaninchen erfolgen kann.

Ein Abstrich kann über die entsprechenden Keime Aufschluss geben, jedoch sind sehr häufig Pasteurellen als Hauptverursache des Schnupfens im Spiel. Es ist daher zu überlegen, ob man auf einen Abstrich nicht verzichten möchte. Die Therapie erfolgt in der Regel mit einem Antibiotikum, einige Tierärzte verwenden auch Penicillin.

Eine Heilung muss als kritisch betrachtet werden. Je nachdem in welchem Schnupfenstadium der Tierhalter das Tier dem Tierarzt vorstellt und je nachdem wie schnell die richtigen Medikamente anschlagen, kann eine Heilung durchaus möglich sein. Viele Schnupfenpatienten kommen jedoch leider erst sehr spät in die Praxis. Möglich, dass dieser dann bereits chronisch ist.

Zylexis als Paramunitätsinducer (ein Aufputschmittel für das Immunsystem) hat bei manchen Schnupfenkaninchen gute Erfolge erzielt. Selbst chronische Patienten waren zumindest für einige Wochen schnupfenfrei.

Regelmäßige Immunsystemstärkende Kuren mittels Homöopathie oder homöopathischen Komplexmitteln können außerdem förderlich für das gesamte Allgemeinbefinden sein. Zuviel verschiedene Mittel können jedoch den Organismus unnötig belasten, daher gehört eine umfangreiche Anamnese in fachkundige Hände eines klassisch arbeitenden Homöopathen.

Inhalationen erleichtern oft das Abschnupfen, aber Vorsicht: Zu scharfe Gerüche können die Schleimhäute unnötig reizen.

Bei hartnäckig festsitzendem Schleim hilft Bisolvon gut, kann jedoch bei zu langer Gabe oder einer bereits durch das Antibiotikum gestörten Darmflora zu Durchfall führen.

Nasensprays sind für die Tiere häufig sehr unangenehm und selten erreichen die feinen Partikel die weit oben sitzenden Keime. Besser sind Spülungen des Tränennasenkanals durch den Tierarzt.

Einen Schnupfen auslösen können auch Zahnanomalien, insbesondere schief wachsende Wurzeln oder Abszesse im Kopfbereich. Daher empfiehlt sich bei einem Tierarztbesuch aufgrund von Nasenausfluss oder Niesen immer die Anfertigung eines Röntgenbildes des Kopfbereiches.

 

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