Kaninchenkrankheiten A-Z

Sohlengeschwür (Pododermatitis)

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Sohlengeschwür (Pododermatitis ulcerosa)

Sohlengeschwüre kommen bei vielen Hauskaninchen vor, insbesondere bei den in Innenhaltung lebenden Tieren. Bei Wildkaninchen kommen diese wunden "Sohlen" (rote, felllose und z.T. entzündete Stellen an den Hinterläufen) eher selten vor, da die Tiere täglich unterschiedliche Bodenbegebenheiten erleben und somit der gesamte Ballen immer wieder anders belastet wird.

Viele Hauskaninchen leben jedoch auf meist nur einem Untergrund (Teppich oder aber ein glatter Boden), der noch dazu eben ist. Erhöhte Plätze, auf die Kaninchen springen können, reichen da eher nicht aus, um mal einen anderen Untergrund unter der Pfote zu spüren.

Aber auch bei vielen Kaninchen mit Übergewicht und bei besonderes kurzhaarigen Rassen (insbesondere Dalmatiner-Rex) kommen Sohlengeschwüre sehr oft vor.

Kaninchen in Außenhaltung, die einen natürlichen Boden (Erde) besitzen, leiden auch eher seltener daran.

Therapie
Wichtig ist der Gang zum Tierarzt, da viele dieser Wunden medikamentös behandelt werden müssen. Danach sollte das Tier gut gepolstert leben, damit sich die Wunde verschliessen und Fell nachbilden kann. Bei zu dicken Tieren ist ein langsames Abnehmen wichtige Voraussetzung, um zukünftig die Geschwürbildung tunlichst zu vermeiden. Das Eincremen der wunden Stellen ist meist hinfällig, da die Tiere es nach einigen Hopplern an den Untergrund abgegeben haben. Verbände schränken viele Kaninchen stark ein. Viele zernagen die Verbände, was andere Probleme mit sich bringen kann. Meist ist das Tragen einer Halskrause notwendig und das senkt wie auch der Verband das gesamte Allgemeinbefinden drastisch. Nach der Wundheilung ist es wichtig den Untergrund des Geheges möglichst so zu gestalten, dass die Pfoten abwechslungsreich beansprucht werden müssen. Nur so vermeidet man ein erneutes Geschwür. 

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