Kaninchenkrankheiten A-Z

Syphilis (Spirochätose)

» zurück zu Kaninchenkrankheiten A-Z

bunny-in Tipp

  • Sofort zum Tierarzt, spätestens am nächsten Tag!


Kaninchensyphilis

Kaninchensyphilis wird durch das Bakterium Treponema paraluiscuniculi (oder kurz Treponema cuniculi) hervorgerufen. Der Erreger ist hoch ansteckend und verbreitet sich schnell von Tier zu Tier. Da die Übertragung häufig während des Deckaktes stattfindet, wird es als Geschlechtskrankheit eingestuft – allerdings sind von der Erkrankung nicht nur die Geschlechtsteile betroffen.

Symptome
Nach einer Inkubationszeit von einigen Wochen bis hin zu mehreren Monaten, weisen betroffene Tiere die ersten Veränderungen wie Rötungen und Schwellungen der Vagina bzw. Vorhaut auf. Durch das Putzen verteilen die Tiere die Bakterien auf den Bereich der Nase, Mäulchen, Kinn, Augen und Ohren. Hier kommt es anschließend zum Haarausfall, gefolgt von Bläschenbildung, Schwellungen und Geschwüren. Die Bläschen platzen im späteren Stadium auf und verkrusten.

Behandlung
Für die Therapie kommt Penicillin zum Einsatz. Da dieses wie alle Antibiotika-Gaben bei Kaninchen zu Darmproblemen führen kann, muss ein besonderes Augenmerk auf die Verdauung gelegt werden, so dass man gleichzeitig mit einem Probiotikum behandelt. Oral verabreicht kann Penicillin zum Tode führen.

Eine Verbesserung der Krankheit tritt in der Regel nach kurzer Zeit ein.

Übertragung
Zwar ist der Erreger der Kaninchensyphilis mit dem Erreger der Syphilis des Menschen eng verwandt, aber er ist wirtspezifisch. Das bedeutet, dass er weder beim Menschen noch bei anderen Tieren zu einer Erkrankung führt.

 


 

» zurück